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In diesem Beitrag erfährst du, was ein Adjektiv ist, wie du es erkennst und wie du es richtig verwendest.

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Inhaltsübersicht

Was ist ein Adjektiv?

Ein Adjektiv ist eine Wortart, die beschreibt, wie etwas oder jemand ist — zum Beispiel kalt, rot oder laut. Deshalb nennst du Adjektive auch Wie-Wörter oder Eigenschaftswörter.

Das Bild zeigt eine Übersicht mit 20 Adjektiven, die gleichmäßig auf der Fläche verteilt sind. Die Wörter lauten: schön, groß, klein, schnell, langsam, laut, leise, bunt, hell, dunkel, warm, kalt, freundlich, mutig, klug, lustig, traurig, stark, weich und hart. Alle Begriffe sind gut lesbar dargestellt und dienen als Beispiele für Eigenschaftswörter.
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Beispiele Adjektive

Meistens beschreiben Adjektive Nomen (Namenwörter) genauer und stehen direkt vor ihnen. Dann geben sie zum Beispiel Informationen darüber, wie das Nomen aussieht, klingt, oder sich anfühlt.

☀️ Die heiße Sonne scheint
🌹 Die rote Blume blüht.
🐶 Der laute Hund bellt.

So kannst du dir eine Person, ein Tier oder einen Gegenstand besser vorstellen.

🔍 So erkennst du Adjektive!

Mit der Wie-Frage kannst du Adjektive schnell im Satz finden:

Die heiße Sonne scheint. → Wie ist die Sonne? → heiß
Die rote Blume blüht. → Wie ist die Blume? → rot
Der laute Hund bellt. Wie ist der Hund? → laut

Wie steigerst du Adjektive?

Manchmal möchtest du ausdrücken, dass eine Eigenschaft unterschiedlich stark ist. Dafür kannst du Adjektive verändern. Das nennst du steigern.

Es gibt drei Steigerungsstufen:

1. Den Positiv kennst du bereits. Das ist die Grundform des Adjektivs. Du benutzt den Positiv, wenn du etwas einfach beschreiben willst.
➡️Beispiel: Der Hund ist schnell.

2. Mit dem Komparativ kannst du zwei Dinge miteinander vergleichen. Du bildest den Komparativ, indem du an die Grundform des Adjektivs die Endung -er anhängst.
➡️Beispiel: Der Hund ist schneller als die Katze.

3. Der Superlativ ist die höchste Steigerungsstufe eines Adjektivs. Du benutzt ihn, wenn eine Eigenschaft am stärksten ausgeprägt ist. Um den Superlativ zu bilden, hängst du an die Grundform die Endung -sten an und stellst am davor.
➡️Beispiel: Dieser Hund ist am schnellsten.

💡 Manchmal steht zwischen dem Wortstamm und der Endung ein zusätzliches e. (heiß → heißer → am heißesten)

Vorsicht: Umlautwechsel

Bei manchen Adjektiven verändert sich im Komparativ und Superlativ auch der Vokal (Selbstlaut) im Wortstamm zu einem Umlaut. Aus a, o oder u wird dann ä, ö oder ü. Das nennst du auch Umlautwechsel.

altälteram ältesten
jung → jüngeram jüngsten

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Welche unregelmäßigen Formen gibt es?

Einige Adjektive haben ganz eigene Formen im Komparativ und Superlativ. Deswegen nennst du sie auch unregelmäßige Adjektive. Weil ihre Formen abweichen, musst du sie dir einfach merken.

Die wichtigsten unregelmäßigen Adjektive sind:

  • gut → besser → am besten
  • viel → mehr → am meisten
  • nah → näher → am nächsten
  • hoch → höher → am höchsten

💡 Neben den unregelmäßigen Formen gibt es auch Adjektive, die sich gar nicht steigern lassen — zum Beispiel tot, leer, rund und einzig. Bei ihnen ergibt eine Steigerung nämlich keinen Sinn. Beispielsweise kann niemand toter als tot sein.

Wie verwendest du Adjektive?

Adjektive kannst du auf drei verschiedene Weisen verwenden — vor Nomen, nach Verben und beim Verb.

1. Vor Nomen (attributiv) 

Die attributive Verwendung kommt am häufigsten vor. In dem Fall steht das Adjektiv direkt vor dem Nomen,  das es beschreibt.

➡️Beispiel: der große Hund, das kleine Kind, die flauschigen Katzen

Dabei musst du beachten, dass sich das Adjektiv immer an sein Nomen anpasst. Es bekommt also andere Endungen, je nach Fall, Anzahl und Geschlecht des Nomens.

➡️Beispiel: der große Hund, die großen Hunde, ein großer Hund

In diesem Beispiel siehst du die Anpassung des Adjektivs groß. Es sieht immer unterschiedlich aus. Einmal heißt es großer, einmal großen und einmal große. Es passt sich also daran an, ob das Nomen in der Einzahl (große), Mehrzahl (großen) oder mit einem unbestimmten Artikel (großer) steht. 

💡 Wie genau die Anpassung (Deklination) funktioniert und was du dabei noch beachten solltest, erfährst du hier.  

2. Nach Verben (prädikativ)

Ein Adjektiv steht aber nicht immer direkt vor einem Nomen, nur weil es ein Nomen beschreibt. Manchmal steht zwischen Nomen und Adjektiv noch ein Verb, wie sein, werden oder bleiben

➡️Beispiel: Der Hund ist groß. Der Himmel bleibt dunkel.

Im Gegensatz zur attributiven Verwendung musst du das Adjektiv hier aber nicht an das Nomen anpassen. Es bekommt keine neue Endung und bleibt immer in seiner Grundform.

3. Beim Verb (adverbial)

Bei der adverbialen Verwendung beschreibt das Adjektiv ein Verb (Tunwort). Es sagt also, wie eine Handlung abläuft.

➡️Beispiel:

  • Er singt schön. → Wie singt er? → schön
  • Sie läuft schnell. → Wie läuft sie? → schnell

Auch hier bleibt das Adjektiv unverändert und bekommt keine neue Endung.

Adjektive schreiben — das solltest du noch beachten! 

Adjektive schreibst du grundsätzlich klein. Das gilt, ganz egal, wie du sie verwendest. Es gibt aber zwei Ausnahmen, die du kennen solltest:

  • Satzanfang: Steht das Adjektiv am Anfang eines Satzes, schreibst du es groß.
    ➡️ Schön ist das Bild.
  • Nominalisierung: Manchmal wird ein Adjektiv zu einem Nomen. Das erkennst du daran, dass ein Begleiter wie das, ein oder der direkt davor steht. Dann schreibst du das Adjektiv groß.
    ➡️ das Beste

Zusammengesetzte Adjektive

Jetzt weißt du, was Adjektive sind, wie du sie verwendest und welche Ausnahmen du beachten musst. Du kannst ihre Bedeutung aber noch verstärken, indem du zusammengesetze Adjektive bildest. Wenn du mehr darüber erfahren willst, schau dir unser Video dazu an.

Lernen lohnt sich! Entdecke hier deine Chancen.